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MenschenSinfonieOrchester (MSO): 

25 Jahre pure musikalische Energie!

Das MenschenSinfonieOrchester (MSO) ist ein einzigartiges Kultur- und Sozialprojekt aus Köln, das im Jahr 2001 vom italienischen Musiker und Komponisten Alessandro Palmitessa sowie dem Pfarrer Hans Mörtter ins Leben gerufen wurde. Die visionäre Idee: Profimusiker, Straßenkünstler und Menschen in schwierigen Lebenslagen (wie Obdachlose oder Geflüchtete) musizieren auf absoluter Augenhöhe miteinander.
Unter der leidenschaftlichen Leitung und den maßgeschneiderten Arrangements von Alessandro Palmitessa bricht das Ensemble jegliche sozialen Barrieren auf. Dieses großartige Projekt wird mitten im Herzen der Kölner Südstadt getragen – in enger Kooperation mit dem Verein Südstadt-Leben e.V. Ein besonderer Dank gilt hierbei Sonja Grupe und ihrem Team, die mit unermüdlichem Einsatz das organisatorische und soziale Fundament für dieses Orchester sichern.
Mit über 300 umjubelten Konzerten (unter anderem beim Bundespräsidenten in Berlin, im WDR-Fernsehen oder vor 150.000 Menschen mit der Band Brings) und zahlreichen Auszeichnungen – wie dem 2. Platz beim Ehrenamtspreis NRW – beweist das MSO seit einem Vierteljahrhundert: Vielfalt ist die schönste Sinfonie der Welt. Grenzenlos, berührend und absolut einzigartig!


Daniele Grivel

Daniele Grivel ist Pädagoge mit langjähriger Erfahrung in der Arbeit mit Kindern. Er ist Gruppenleiter der OGS Nordschule Bonn und schloss 2018/19 seine Fortbildung zur „Pädagogischen Kraft in der OGS“ erfolgreich ab. Theater nutzt Daniele nicht nur als pädagogisches Mittel, sondern als eine Art Lebenskunst: um Begeisterung zu wecken, Kreativität zu entfalten und Kindern Raum für ihre eigenen Ideen zu geben. Sein größter Traum war allerdings schon immer, Sänger zu werden und mit seinem Hit die Charts zu erobern.



Roberto Pappalardo 

(geboren am 17. Januar 1978 in Salerno) ist ein vielseitiger italienischer Schauspieler und Regisseur, der im Kino, Fernsehen und Theater aktiv ist. Nach seinem Abschluss an der renommierten Theaterakademie Silvio d'Amico im Jahr 2005 feierte er zahlreiche Erfolge auf der Bühne und gewann 2014 den Attili o-Corsini-Preis. Im Kino spielte er unter anderem in Michele Placidos Vallanzasca – Die Engel des Bösen (2010), Codice: Karim (2021) und Prima di andare via (2022). Dem Fernsehpublikum ist er zudem aus der bekannten Rai-3-Serie Un Posto al Sole und der Serie Sara (2025) bekannt. Zudem begeistert er das Theaterpublikum mit seinem neapolitanischen Dante-Rezitativ „Inferno della Poesia Napoletana“ (im Stil von Malaparte). Neben Italienisch spricht er Französisch und Englisch.


Peppe Voltarelli

Peppe Voltarelli ist eine Naturgewalt auf der Bühne – ein musikalischer Nomade, Bluesmann und Geschichtenerzähler, der für seine Sprache und Poesie die kraftvolle Sprache seiner Heimat Kalabrien im Süden Italiens nutzt und diese zutiefst ehrliche Kultur in die ganze Welt trägt. Nach großen Erfolgen mit der Kult-Band Il parto delle nuvole pesanti startete er seine Solokarriere und wurde bis heute mit drei renommierten Targhe Tenco ausgezeichnet.

Seine unermüdlichen Reisen führten ihn über Kontinente hinweg, doch eine besonders tiefe Liebe verbindet ihn mit Deutschland, wo er ab 2008 im WDR-Radiosender Funkhaus Europa (heute COSMO) und dem dazugehörigen COSMO Italiano eine perfekte Heimat als Kulturbotschafter fand. Unvergessen sind seine legendären Matinées für Funkhaus Europa sowie das emotionale Konzert im Duisburger Domicil / adriahoch2 im Jahr 2010.
Ein entscheidender Meilenstein seiner deutschen Geschichte ist die fast zwanzigjährige, enge kreative Partnerschaft mit dem Kölner Komponisten Alessandro Palmitessa. Ein absoluter Höhepunkt ihrer Zusammenarbeit war bereits im Jahr 2008 das gemeinsame, lautstarke Konzert für die Initiative „Mafia? Nein danke!“ in der Berliner Volksbühne. Zusammen verschmelzen die beiden Künstler italienisches Autorenlied mit Jazz-Einflüssen und verwandeln jede Bühne in ein mitreißendes, politisch waches und emotionales Fest des kulturellen Dialogs.


Christian Corbella

Der ADTV-Tanzlehrer und Choreograf Christian Corbella prägt seit vielen Jahren die Tanzszene und bringt mit seiner Arbeit Menschen jeden Alters in Bewegung. Nach seiner fundierten Ausbildung fand er in der Kölner Südstadt die perfekte Bühne für seine Vision von Tanz als Gemeinschaftserlebnis. Sein Herzensprojekt sind die „Golden Girls“ in der Lutherkirche: Eine Tanzgruppe für Frauen im besten Alter, die im Gemeindesaal beweist, dass Rhythmus, Eleganz und Lebensfreude keine Frage des Alters sind. Unter seiner professionellen Leitung entstehen Choreografien voller Esprit, die weit über das reine Tanzen hinausgehen und die Gemeinschaft im Veedel stärken.
In der Praxis der Lutherkirche ist daraus eine ganz besondere Verbindung entstanden: Wöchentlich teilen sich die Projekte den Gemeindesaal im fliegenden Wechsel. Wenn Christian Corbella und seine Golden Girls das Training beenden und den Saal verlassen, kommt ihnen die MenschenSinfonieOrchester (MSO) unter der Leitung von Alessandro Palmitessa im Eingang bereits entgegen, um die anschließende Probe zu beginnen.
Aus diesem regelmäßigen, direkten Zusammentreffen an der Saaltür ist nun ein künstlerischer Meilenstein in Christians Biografie gewachsen: Zum allerersten Mal stehen die Golden Girls und das MenschenSinfonieOrchester in einer absoluten Weltpremiere gemeinsam auf der Bühne. Bei diesem Crossover-Projekt verschmelzen die Choreografien von Christians Tanzgruppe direkt mit der Live-Musik des Orchesters zu einem gemeinsamen Bühnenprogramm.



Sebastian Rodriguez

Der argentinische Pianist und Komponist Sebastian Rodriguez (aktiv in der Region Köln/Bonn) gilt als einer der profundesten Experten für den traditionellen und zeitgenössischen Tango Argentino in Deutschland. Seine musikalische Reise begann mit einer fundierten klassischen Klavierausbildung, doch die magische Anziehungskraft und Melancholie der Musik aus Buenos Aires ließen ihn nie wieder los.
Er vertiefte sich intensiv in die stilistischen Geheimnisse der großen Meister der goldenen Ära des Tangos – von der rhythmischen Härte eines Osvaldo Pugliese bis zu den bahnbrechenden, modernen Klängen von Astor Piazzolla. Mit dieser packenden Mischung aus virtuoser klassischer Technik und der tiefen, emotionalen Improvisationskraft des authentischen Tangos begeistert er das Publikum auf internationalen Bühnen, Festivals und Konzerten.
Egal, ob er als sensibler Begleiter von Konzerten im Duo mit Violine glänzt, als leidenschaftlicher Arrangeur eigene Tango-Kreationen erschafft oder live auf traditionellen Milongas das perfekte Gespür für den tanzbaren Rhythmus beweist: Sebastian Rodriguez bringt die Seele Argentiniens mit jedem Tastenschlag zum Leben



Cosimo Erario

Obwohl der in Köln lebende Künstler Cosimo Erario ein virtuoser Jazzgitarrist ist, schlägt sein Herz als Songwriter ganz für die italienische Sprache. Das Singen in seiner Muttersprache ist für ihn keine reine Formsache, sondern eine tief empfundene Leidenschaft. Für Erario ist das Italienische ein unersetzliches Instrument voller Melodie und Poesie, mit dem er Geschichten von Sehnsucht, Gesellschaft und Identität erzählt.
Diese kompromisslose Liebe zum authentischen Cantautorato prägt all seine Soloarbeiten. Auf von der Kritik gefeierten Alben wie C'è, Salta il Recinto oder seinem intimen Akustikprojekt Acusticanima rückt er seine warme, ausdrucksstarke Stimme ganz in den Mittelpunkt. Seine rein italienischsprachigen Werke besitzen eine so universelle emotionale Kraft, dass sie weit über die Grenzen Europas hinaus strahlen: In den USA wurde er für seine Alben und sein Songwriting mit den renommierten Global Music Awards ausgezeichnet. Cosimo Erario beweist auf den Konzertbühnen immer wieder, dass die italienische Sprache die schönste Brücke ist, um tiefgründige Poesie mit der Freiheit des Jazz zu verbinden.

Luca Paglia 

Luca Paglia ist ein vielseitiger italienischer Schauspieler, Sänger, Regisseur und Kulturakteur, der nach seinem Literaturstudium an der Universität „La Sapienza“ in Rom seinen Lebensmittelpunkt nach Köln verlegt hat. Er ist Mitbegründer des europäischen Ensembles „G.I.F.T. German, Italian, French Theater“ und arbeitet zudem als Theaterpädagoge im Rahmen des Antirassismus-Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Als 1. Vorsitzender des anerkannten Kölner Interkulturellen Zentrums Offene Welt e.V. / Mondo aperto engagiert er sich intensiv für den interkulturellen Austausch.
Ein zentraler Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Vermittlung und Verbreitung der italienischen Kultur und Sprache in Deutschland. Seit Mai 2016 leitet er das „Itakatheater“ und inszeniert unter anderem interaktive Formate wie die Theaterlesung „Che storia!“ für italienischsprachige Schulkinder am Italienischen Kulturinstitut Köln. Neben seinen Theaterproduktionen und Filmauftritten (wie in Terra Bruciata! oder Lupin III – The Fan Movie) tritt Paglia auch als Sänger auf.  
Auf der Bühne verbindet er seine schauspielerische Präsenz mit einer tiefen Kenntnis der italienischen Musikgeschichte. Anstatt reines Entertainment zu bieten, vermittelt er seinem Publikum – bestehend sowohl aus der italienischen Community als auch aus deutschen Kulturinteressierten – die historischen Hintergründe, die gesellschaftliche Bedeutung und die Ursprünge der großen italienischen Lieder. Damit schafft Luca Paglia ein tiefes, klischeefreies Verständnis für das italienische Erbe und stärkt die kulturelle Brücke mitten in Deutschland.


Richard Bargel

Richard Bargel (geboren 1951) ist eine der prägendsten Ikonen der deutschen Blues-Szene und ein zweifacher Gewinner des renommierten Preises der deutschen Schallplattenkritik. Seit über fünf Jahrzehnten gilt er als kompromissloser, virtuoser Gitarrist, Sänger und Songwriter. Mit seiner unverkennbaren, tiefen Stimme und seinem meisterhaften Slide-Gitarrenspiel hat er den Blues in Deutschland entscheidend geprägt. Seine enorme musikalische Bandbreite zeigt sich in zahlreichen Alben, literarischen Werken sowie in gefeierten Projekten wie der legendären Talk- und Musikreihe „Talkin’ Blues“ oder dem spektakulären Crossover-Duo mit dem Ex-BAP-Gitarristen Klaus „Major“ Heuser.
Neben seiner großen musikalischen Karriere ist Richard Bargel seit jeher tief im Veedel und im Herzen der Kölner Südstadt verwurzelt. Seine Verbundenheit mit der hiesigen Kulturszene geht weit über den eigenen Applaus hinaus: Er ist ein treuer, leidenschaftlicher Unterstützer des MenschenSinfonieOrchesters (MSO) und des Kölner Festivals „ITALIANA Kulturbrücke am Rhein“.
Aus tiefer Überzeugung und mit großem sozialem Engagement setzt er sich seit Jahren für diese integrativen Projekte rund um Alessandro Palmitessa und Hans Mörtter ein. Wann immer es seine Zeit erlaubt, steht er dem Orchester und dem Festival mit Rat, Tat und seiner musikalischen Präsenz als Gastmusiker zur Seite. Richard Bargel verkörpert die pure Essenz des Blues – künstlerisch auf internationalem Spitzenniveau und menschlich fest verankert im solidarischen Geist der Südstadt.

Klaus der Geiger

Klaus der Geiger (geboren am 20. Januar 1940 als Klaus von Wrochem) ist eine lebende Legende und der bekannteste Straßenmusiker Deutschlands. Nach einem klassischen Violinstudium an der Musikhochschule Köln und Kompositionsstudien in den USA wählte er bewusst das Pflaster der Straße als seine Bühne. Seit 1970 verbindet er dort virtuoses Geigenspiel mit kompromisslosen, politisch-satirischen Texten gegen soziale Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung. Als radikaler Freigeist wurde er zur Ikone der Protestbewegung und unter anderem mit dem Kölner Kulturpreis sowie dem Ehrenpreis der GEMA-Stiftung ausgezeichnet. Als zutiefst solidarischer Geist unterstützt Klaus der Geiger auch das MenschenSinfonieOrchester (MSO) seit den Anfängen. Bereits bei der ersten CD-Aufnahme im CAN-Studio wirkte er als besonderer Gastmusiker mit. Seither verbindet ihn eine enge Partnerschaft mit Alessandro Palmitessa, bei der er immer wieder mit seiner Geige an der Seite des MSO für soziale Inklusion auf der Bühne steht.


Krazy 

Krazy ist Sängerin, Songster und Bohemienne – in Köln wohnhaft, im Wort zuhause und in der Musik unterwegs. Ihre über 30-jährige Reise führte sie ab 1993 mit Dylan-Songs von der Straße durch die Kneipen bis auf die Theaterbühnen und an andere seltsame Orte. Nach einer Bühnen-Lehre ab 2008 bei Peter (Rausch, Cowboys on Dope) präsentiert sie seit 2011 ihr eigenes deutschsprachiges Soloprogramm.
Ihre Musik vereint akustische Gitarrenklänge aus einer Ecke, in der Punkrock, Blues und Jazz zusammenkommen, während die klassische Liederform das Fundament bildet. Im Mittelpunkt steht die Kraft des gesungenen Wortes: scharf gereimte Einsprüche gegen Identitätsfestlegungen, Straßen- und Showbiz-Erfahrungen sowie poetische Betrachtungen. Das Bonner Stadtmagazin Schnüss nannte ihr von Meister-Songschreiber Danny Dziuk produziertes Werk ein „poetisches und musikalisches Untergrundwunder“. Ihr Album Seifenblasenmaschine landete auf der Longlist beim Preis der deutschen Schallplattenkritik, gefolgt vom aktuellen Album In Stiefeln, das in Zusammenarbeit mit Danny Dziuk und Karl Neukauf entstand.
Nach vielen Jahren, in denen man sich in der Kölner Szene immer wieder kreativ begegnet und angezogen ist, teilt sie nun einen ganz besonderen Meilenstein: Zum allerersten Mal steht Krazy gemeinsam mit dem MenschenSinfonieOrchester (MSO) auf der Bühne, um ihre wortstarken Songs in einem einzigartigen, orchestralen Crossover zum Leben zu erwecken. Getreu ihrem Motto zieht es sie vom Olymp in den Orkus und wieder zurück – eben so weit, wie die Show will.


Aladji Mbaye Tama

Aladji Mbaye Tama ist ein virtuoser Perkussionist und Meister der Griot-Tradition aus dem Senegal, der die rhythmische Seele Westafrikas mit unvergleichlicher Energie auf die europäischen Bühnen bringt. Mit seinen Trommeln – allen voran der Djembe und der sprechenden Trommel (Tama) – spinnt er ein faszinierendes Geflecht aus traditionellen afrikanischen Rhythmen, modernen Grooves und spiritueller Tiefe. Als fester und prägender Kopf des Ensembles AFRO WELT JAZZ treibt er das spannende Crossover aus afrikanischer Musiktradition und der Freiheit des Jazz voran und schafft so einen mitreißenden, interkulturellen Dialog, der das Publikum vom ersten Schlag an in Bewegung versetzt.
Seine stilistische Offenheit und menschliche Wärme machen ihn zudem zu einem geschätzten Brückenbauer in der Kölner Musikszene: Seit vielen Jahren ist Aladji Mbaye ein fester und umjubelter Special Guest des MenschenSinfonieOrchesters (MSO). Bei den gemeinsamen Auftritten verschmilzt seine energiegeladene Perkussionskunst perfekt mit den jazzigen Orchesterarrangements von Alessandro Palmitessa – ein kraftvolles, grenzüberschreitendes Zusammenspiel, das die integrative Botschaft des Orchesters auf der Bühne hörbar und fühlbar macht.

LUCIANA CAGLIOTI

Luciana Caglioti, geboren am 20. September 1962 im lebendigen Mailand, hat ihr Leben zu einer faszinierenden künstlerischen Brücke zwischen zwei Kulturen gemacht. Nach ihren Anfängen bei freien Radiosendern in Italien führte sie ihr Weg 1982 nach Köln. Hier absolvierte sie ein Magisterstudium in Germanistik und schloss eine professionelle Schauspielausbildung im Strasberg Training ab, womit sie das Fundament für eine außergewöhnliche Doppelkarriere in den Medien und auf der Bühne legte.
Über Jahrzehnte hinweg wurde sie als feste Redakteurin und Moderatorin beim WDR, insbesondere für das multikulturelle Radioprogramm COSMO, sowie durch ihre Arbeit für den Deutschlandfunk zu einer der profiliertesten Stimmen des deutsch-italienischen Mediendialogs. Diese sprachliche und kulturelle Eleganz bringt sie bis heute auch als gefragte Gastgeberin auf großen Bühnen wie dem renommierten Literaturfestival lit.COLOGNE ein.
Ihre zweite große Leidenschaft gehört dem Schauspiel und dem Kabarett. Während sie in ihren klugen One-Woman-Shows das Leben zwischen Deutschland und Italien humorvoll seziert, feiert sie gleichzeitig kontinuierlich Erfolge in hochkarätigen deutschen Fernsehproduktionen. Einem Millionenpublikum wurde sie vor allem durch ihre Mitwirkung an großen TV-Ereignissen bekannt: So glänzte sie im ARD-Kultkrimi Tatort und übernahm im historischen ZDF-Erfolgsdreiteiler Bella Germania die prägende Rolle der älteren Maria.
Ihre schauspielerische Wandelbarkeit bewies sie auch in jüngeren Produktionen, etwa in der Netflix-Serie Life's a Glitch sowie in der beliebten ZDF-Reihe Marie Brand, in der sie ihr Talent sogar auf Sizilianisch zeigte. Zuletzt stand sie für das ZDF-Erfolgsformat Aktenzeichen XY... Ungelöst und die Kult-Krimireihe Wilsberg vor der Kamera. Heute lebt und arbeitet Luciana Caglioti flexibel zwischen Köln und Mailand und bleibt eine der charmantesten und wichtigsten künstlerischen Vermittlerinnen der europäischen Kulturszene.

Geremia Carrara


Der in Neapel geborene Filmwissenschaftler, Dokumentarfilmer, Videokünstler und Kurator Geremia Carrara prägt seit vielen Jahren die deutsch-italienische Kulturszene von Köln aus. Seine kreative Reise begann mit einem fundierten Studium am renommierten DAMS (Abteilung für Kunst, Darstellende Kunst, Musik) der Universität von Bologna. Mit diesem akademischen Fundament im Gepäck verlagerte er seinen Lebensmittelpunkt nach Deutschland, wo er die theoretische Filmwissenschaft schnell mit der praktischen Regie- und Kurationstätigkeit verknüpfte.
Als Dokumentarist und Regisseur hat sich Carrara einen Namen durch tiefgründige, kunstnahe Filmprojekte gemacht. Zu seinen bekannten Regiearbeiten zählt unter anderem der vielbeachtete Dokumentarfilm „Der Ton, das Wort, das Bild – Das Kino von Angela Schanelec“ (2008). Seine Leidenschaft für das bewegte Bild geht jedoch weit über das traditionelle Kino hinaus: Er entwickelt komplexe Videoinstallationen und interdisziplinäre Performance-Projekte, bei denen er historische Schmalfilme kreativ mit Live-Musik verschmilzt.
Ein herausragendes Beispiel für diese Arbeit ist seine Teilnahme am Gelsenkirchener Festival der freien Künste, der „Szeniale“. Mit seinem audiovisuellen Projekt „Tief im Westen (im Kleinformat)“ brachte er historische Super-8-Aufnahmen aus dem Ruhrgebiet auf die Festivalbühne, die im Dialog mit Live-Musikern – wie dem Saxophonisten Alessandro Palmitessa – völlig neu interpretiert wurden.
Neben seiner filmischen Arbeit agiert Geremia Carrara als versierter Kurator und Organisator. Ein bedeutender Meilenstein seines Engagements für das visuelle Gedächtnis war die Gründung des „Archivs für Familien- und Amateurfilm des Ruhrgebiets“ im Jahr 2018. Durch seine hochkarätigen Projekte arbeitet er regelmäßig als Bindeglied zwischen großen Institutionen wie dem Goethe-Institut, dem Italienischen Kulturinstitut Köln sowie den öffentlich-rechtlichen Sendern WDR und 3Sat, um historische Filmdokumente und zeitgenössische Kunst lebendig miteinander zu verbinden


Eriwin Grote Foto von Leslie Niemöller

DIE FOTOGRAF*INNEN
Die Ausstellung vereint Fotografien aus 25 Jahren Menschensinfonieorchester mit Arbeiten von:


  • Bernd Arnold ist ein international renommierter Kölner Fotokünstler und Dokumentarfotograf. Bekannt für seine packende Schwarz-Weiß-Ästhetik, dokumentiert er seit Jahrzehnten die Machtstrukturen unserer Gesellschaft. Seine preisgekrönten Langzeitprojekte und Ausstellungen über die Welt der Politik, der Religion und der Medien (u. a. im Museum Ludwig) besitzen eine enorme visuelle Tiefe.
  • Richard Bargel ist vor allem als zweifacher Gewinner des Preises der deutschen Schallplattenkritik und als Blues-Ikone bekannt. Der virtuose Slide-Gitarrist, Sänger und Autor ist jedoch ein Multitalent der Kölner Südstadt: Neben der Musik nutzt er auch das Auge des Fotografen, um die Stimmung und die Seele seines Veedels sowie der Menschen um ihn herum authentisch festzuhalten.
  • Gerd Bonse fängt als leidenschaftlicher Kölner Fotograf die intimen, ungefilterten Momente des kulturellen und sozialen Lebens der Stadt ein. Durch sein enges Band zur Kölner Kulturszene ist er oft dort zu finden, wo Kunst und soziales Engagement aufeinandertreffen, um die Energie von Live-Projekten im richtigen Augenblick visuell zu verewigen.
  • Francesca Magistro bringt ein besonderes, feinfühliges Gespür für Ästhetik und Licht in die Porträt- und Dokumentarfotografie. Mit ihren Arbeiten fängt sie die menschliche Seite, Emotionen und die Kraft des interkulturellen Dialogs ein und schlägt mit ihren Bildern eine sensible Brücke zwischen verschiedenen Lebenswelten.
  • Hans Meisenberg ist ein erfahrener Chronist der freien Kölner Kunst- und Theaterszene. Mit seiner Kamera dokumentiert er seit vielen Jahren Theaterinszenierungen, Performance-Kunst und musikalische Crossover-Projekte. Seine Bilder zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Bewegung, die Dramatik und die flüchtige Magie der Bühne dauerhaft konservieren.
  • Leslie Niemöller arbeitet an der Schnittstelle von Fotografie, bildender Kunst und Performance. Ihre visuelle Sprache ist oft konzeptionell und tiefgründig. Sie nutzt die Kamera, um Räume, Atmosphären und gesellschaftliche Themen auf eine Weise zu hinterfragen, die den Betrachter zum Nachdenken anregt.
  • Georg Roloff ist ein Kölner Fotograf, Autor und visueller Geschichtenerzähler, der für seine authentische Street-Photography und seine ausdrucksstarken Porträts bekannt ist. Er fängt das ungeschönte Leben ein und dokumentiert mit Vorliebe gesellschaftliche Randbereiche, urbane Landschaften und die Menschen, die sie prägen.
  • Frank Seyl ist als Profi-Fotograf und Bildjournalist ein fester Bestandteil der rheinischen Kulturdokumentation. Seine Kamera begleitet regelmäßig große Konzerte, Festivals und soziale Kunstprojekte. Er versteht es meisterhaft, die Dynamik und die unbändige Energie von Musikern und Ensembles live auf der Bühne im Bild einzufrieren.
  • Steffi Sonntag verbindet in ihren fotografischen Arbeiten emotionale Nähe mit einer klaren, modernen Bildsprache. Ihr Schwerpunkt liegt auf lebendigen Reportagen und sensiblen Porträts, bei denen sie stets den Kern der Persönlichkeit oder die ganz besondere Dynamik einer Gemeinschaft einfängt.
  • Jens Wagner-Brause blickt auf eine jahrzehntelange Erfahrung in der Theater-, Konzert- und Veranstaltungsfotografie in Köln zurück. Seine Aufnahmen zeichnen sich durch ein extremes Gespür für den richtigen Moment im Rampenlicht aus und dokumentieren die lebendige Musik- und Kulturgeschichte der Stadt auf höchstem Niveau.



Alessandro Palmitessa 

Alessandro Palmitessa ist ein vielfach ausgezeichneter italienischer Jazzmusiker, Klarinettist, Saxophonist und Komponist. Nach seinem Diplom am Konservatorium N. Rota in Monopoli und der Spezialisierung bei Siena Jazz kam er 1997 nach Köln – der Beginn einer tiefen, fast 30-jährigen Verbundenheit. Seine ersten Kölner Monate waren voller magischer Momente: Er probte unter den Glocken der Lutherkirche, duettierte am Rhein mit den Nebelhörnern der Schiffe und landete über den Musiker Carlos Robalo im Stollwerck-Studio. Dort traf er auf CAN-Legende Jaki Liebezeit, mit dem er in abendlichen Jamsessions spielte.
Diese kreative Energie prägte all seine Projekte. 2001 gründete er mit Pfarrer Hans Mörtter das bundesweit gefeierte MenschenSinfonieOrchester (MSO) für obdachlose und professionelle Musiker (ausgezeichnet mit dem Rheinischen Förderpreis). Für die erste CD-Aufnahme holte er Größen wie Markus Stockhausen, Helmut Zerlet und Klaus der Geiger ins Studio von CAN-Tonmeister René Tinner. Später nahm er mit Tinner im legendären Studio von Conny Plank den Edelweisspiraten-Song „Wilde Gesellen“ auf. Ein absoluter Höhepunkt folgte 2024, als Palmitessa das MSO im Rahmen der Schönberg-Gala in der Kölner Philharmonie spielte und dirigierte.
Seine Kunst überschreitet Grenzen: Er tourte mit dem japanischen Shibusa Shirazu Orchestra durch Europa, stand mit Jazzgrößen wie Gianluigi Trovesi und Antonello Salis auf der Bühne und spielte 2013 mit Elena Ledda in der Lanxess Arena. Mit dem Projekt „Deutschlandlieder – Almanya Türküleri“ (auch auf 3Sat) tourte er durch Deutschland. Seine Schallplatte „I don't want your war AFGHANISTAN 1969“ wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik 2024 nominiert.
Als visionärer Kulturakteur ist Alessandro Palmitessa zudem seit 2008 der künstlerische Leiter des Kölner Festivals „ITALIANA Kulturbrücke am Rhein“, das nach seiner zehnten Jubiläumsedition als feste Institution für den lebendigen, klischeefreien Austausch zwischen der italienischen Kunst und der Welt steht.